Werbefilm fürs Streitschlichten

Wie man Streit schlichten kann – das wollten Kinder der Grundschule Laußnitz in Sachsen genauer wissen. In einem Medienworkshop, der nach der Schule stattfand, haben sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und es filmisch festgehalten. 

Movies in Motion – Mit Film bewegen / Bundesverband Jugend und Film e. V.   

Werbefilm fürs Streitschlichten

BMBF

Ralph-Torsten Lincke, einer der Geschäftsführer von der „zukunftswerkstatt dresden“ und kontinuierlicher Begleiter des Medienworkshops, gewährt in einem Interview Einblick in das Projekt, das im Rahmen von „Movies in Motion – Mit Film bewegen“ stattfand. 

Herr Lincke, wie kamen Sie auf die Idee, das Thema „Streitschlichten“ medial zu begleiten?
Der Anstoß kam von den Kindern. Sie hatten in den 3. und 4. Klassen eine Streitschlichterausbildung gemacht. Sie wollten ihr Wissen weitergeben, wollten quasi einen Werbefilm fürs Streitschlichten drehen – und zwar über ihre Erfahrungen hinaus, die sie in der Schule gesammelt haben. Unser Medienprojekt ist ein außerschulisches Angebot, das nachmittags in den Räumen des Horts stattgefunden hat. Meine Kollegin Antje Krieck und ich hat das sofort überzeugt, denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder als Experten selbst am besten wissen, was andere Kinder interessiert.

Wie ist es den Kindern gelungen, das filmisch umzusetzen? Und haben nur Streitschlichter mitgemacht?
Jeder kann sich auf der Seite streite-einfach-loesen davon überzeugen, wie gut es gelungen ist. Die Mädchen und Jungen haben sich viel ausgedacht, viel ausprobiert und waren mit Feuereifer bei der Sache. Auch wurden eine Mutter und eine Lehrerin interviewt. Zudem waren ausdrücklich alle Schüler eingeladen nicht nur die Streitschlichter. Einige Kinder hatten Interesse an den Inhalten und wollten ihr Thema quasi den folgenden Schülergenerationen ans Herz legen. Andere hatten einfach Bock auf Technik, die wollten filmen oder gefilmt werden – je nach Temperament. Das ist ja das Schöne an diesem Projekt, dass am Ende alle etwas davon haben.

Womit haben Sie denn gefilmt? Welches technische Equipment konnten Sie einsetzen?
Die Kinder arbeiteten mit Tablets. Das machen sie gerne, das kennen die meisten von zu Hause, aus dem Alltag der Eltern. Sie durften ausprobieren, wonach ihnen der Sinn steht. Anfangs ging es los mit Selfies, dann ging es nach und nach tiefer ins Detail. Die Kinder experimentierten mit dem Ton, hielten die Mikros zu, ließen Filmschnipsel vor- und rückwärts laufen. Wir setzten unterschiedliche Apps ein – iMovie, Puppet Pals HD oder Action Movie. Die Kinder wollten gerne zeigen, wie die Streitschlichtung abläuft – aber auch wie sie nicht ablaufen sollte.

Das Projekt wurde gefördert vom Bundesverband Jugend und Film e. V. Projektpartner sind die Grundschule Laußnitz, die zukunftswerkstatt dresden gemeinnützige GmbH sowie der Internationaler Bund – IB Mitte gGmbH, Niederlassung Sachsen.