Positive Halbzeitbilanz für „Kultur macht stark“

Zur Halbzeit der zweiten Förderphase von „Kultur macht stark“ (2018–2022) erfolgte im März eine Zwischenbegutachtung des Programms. Das Ergebnis: Alle 29 Programmpartner werden weiter gefördert und können ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Die „Kultur macht stark“-Jury (v. l.): Prof. Andrea Tober, Adolf Bartz, Prof. Dr. Julia Lehner, Bernd Lange, Prof. Dr. Karin von Welck, Dr. Annette Lepenies, Sylvia Martin, Bas Böttcher, Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel

Die „Kultur macht stark“-Jury (v. l.): Prof. Andrea Tober, Adolf Bartz, Prof. Dr. Julia Lehner, Bernd Lange, Prof. Dr. Karin von Welck, Dr. Annette Lepenies, Sylvia Martin, Bas Böttcher, Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel

BMBF

Mit „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einer zweiten Förderphase von 2018 bis 2022 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Zur Halbzeit wurde das Programm von einer unabhängigen Jury auf den Prüfstand gestellt. Die Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis der kulturellen Bildung kamen dabei zu einer insgesamt positiven Bewertung der bisherigen Arbeit der 29 Programmpartner, die das Förderprogramm für das BMBF umsetzen. Die Förderung aller Programmpartner wird daher für weitere zwei Jahre fortgesetzt. Zu den Programmpartnern gehören 23 Förderer, die die Mittel des BMBF an lokale Bündnisse für Bildung auf Antrag weitergeben, sowie sechs Initiativen, die als Teil eines Bündnisses selbst Projekte vor Ort umsetzen.

„Kultur macht stark“ kommt an

Dass „Kultur macht stark“ vor Ort wirkt, bestätigen auch die aktuellen Ergebnisse der Evaluation, die begleitend zum Programm erfolgt. Anlässlich der Zwischenbegutachtung wurden diese in einem Zwischenbericht veröffentlicht. Seit 2018 gründeten sich bundesweit bereits mehr als 4.000 lokale Bündnisse für Bildung, die an die 9.600 Projekte durchgeführt haben oder aktuell noch durchführen. Die Angebote erreichen rund 273.000 Kinder und Jugendliche. Damit konnten seit Beginn des Förderprogramms 2013 etwa 850.000 Kinder und Jugendliche an „Kultur macht stark“-Projekten teilnehmen. Die Angebote finden in 92 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland statt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Regionen, in denen besonders viele Kinder und Jugendliche in sozial oder finanziell schwierigen Verhältnissen aufwachsen, etwa in den Stadtstaaten und den neuen Bundesländern.

90 Prozent der Projektverantwortlichen vor Ort bestätigen, dass in den Angeboten die gewünschte Zielgruppe gut oder sehr gut erreicht wird. Auch sind 85 Prozent der im Rahmen der Evaluation befragten Projektumsetzenden der Ansicht, dass bei den Teilnehmenden das Interesse für weitere kulturelle Angebote geweckt werden konnte. In knapp einem Drittel der Projekte werden auch Eltern oder weitere Verwandte eingebunden – und damit in etwa doppelt so vielen Projekten wie noch in der ersten Förderphase.

Qualitativ hochwertige Projekte …

Der Zwischenbericht attestiert den Projekten eine hohe Qualität, die insbesondere durch die Arbeit der Programmpartner gewährleistet wird – von der sorgfältigen Prüfung und Auswahl der Projektanträge bis hin zur individuellen Beratung der Bündnisse. Fast die Hälfte der Bündnisse nutzt Begleitmaterialien der Programmpartner, ein Viertel nahm an Veranstaltungen, die Programmpartner zur Qualifizierung anbieten, teil.

… und nachhaltige Strukturen

Ein wichtiges Anliegen von „Kultur macht stark“ ist auch, lokale Akteure zu stärken und nachhaltig zu vernetzen. Über 80 Prozent der Projektumsetzenden sind laut dem Zwischenbericht der Meinung, dass ihr Bündnis gut in den kommunalen Strukturen eingebunden ist und die Vernetzung von Akteuren der Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit auf der lokalen Ebene gestärkt wird. Rund ein Viertel der befragten Akteure hatte vor Umsetzung des Projekts noch mit keinem der Bündnispartner zusammengearbeitet. Neben der Verstetigung bestehender Netzwerke entstehen über das Förderprogramm also auch neue Kooperationen. 

Der Zwischenbericht der Evaluation steht hier zum Download zur Verfügung.