Positive Halbzeitbilanz für „Kultur macht stark“

„Kultur macht stark“ wird seit dem Start des Programms begleitend evaluiert. Zur Halbzeit wurde jetzt ein ausführlicher Zwischenbericht erstellt. Das Ergebnis: „Kultur macht stark“ erreicht die gesetzten Ziele.

Bunte Stifte in einem Behälter

BMBF/BILDKRAFTWERK/Franziska Kaufmann

Durch die Evaluation von „Kultur macht stark“ ist es möglich, den Programmverlauf zu beobachten und zu überprüfen, ob die Programmziele erreicht werden. Untersucht wird darüber hinaus, welche Auswirkungen das Programm über die Förderung hinaus hat, dazu zählen die Wirkungen auf die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen oder die Ausstrahlung des Programms in die lokalen Bildungslandschaften. Mit der programmbegleitenden Evaluierung hat das BMBF die Prognos AG beauftragt. Sie wertet dauerhaft Daten aus dem Antragssystem „Kumasta“ aus, führt Befragungen durch und besucht Projekte vor Ort.  

„Kultur macht stark“ kommt an

Anlässlich der Zwischenbegutachtung von „Kultur macht stark“ durch die unabhängige Jury wurden die Ergebnisse der Evaluation in einem Zwischenbericht veröffentlicht.

Seit 2018 gründeten sich bundesweit bereits mehr als 4.000 lokale Bündnisse für Bildung, die an die 9.600 Projekte durchgeführt haben oder aktuell noch durchführen. Die Angebote erreichen rund 273.000 Kinder und Jugendliche. Damit konnten seit Beginn des Förderprogramms 2013 etwa 850.000 Kinder und Jugendliche an „Kultur macht stark“-Projekten teilnehmen. Die Angebote finden in 92 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland statt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Regionen, in denen besonders viele Kinder und Jugendliche in sozial oder finanziell schwierigen Verhältnissen aufwachsen, etwa in den Stadtstaaten und den neuen Bundesländern.

90 Prozent der Projektverantwortlichen vor Ort bestätigen, dass in den Angeboten die gewünschte Zielgruppe gut oder sehr gut erreicht wird. Auch sind 85 Prozent der im Rahmen der Evaluation befragten Projektumsetzenden der Ansicht, dass bei den Teilnehmenden das Interesse für weitere kulturelle Angebote geweckt werden konnte. In knapp einem Drittel der Projekte werden auch Eltern oder weitere Verwandte eingebunden – und damit in etwa doppelt so vielen Projekten wie noch in der ersten Förderphase.

Mädchen beim Experimentieren mit Farben

BMBF/BILDKRAFTWERK/Franziska Kaufmann

Qualitativ hochwertige Projekte …

Der Zwischenbericht attestiert den Projekten eine hohe Qualität, die insbesondere durch die Arbeit der Programmpartner gewährleistet wird – von der sorgfältigen Prüfung und Auswahl der Projektanträge bis hin zur individuellen Beratung der Bündnisse. Fast die Hälfte der Bündnisse nutzt Begleitmaterialien der Programmpartner, ein Viertel nahm an Veranstaltungen, die Programmpartner zur Qualifizierung anbieten, teil.

… und nachhaltige Strukturen

Ein wichtiges Anliegen von „Kultur macht stark“ ist auch, lokale Akteure zu stärken und nachhaltig zu vernetzen. Über 80 Prozent der Projektumsetzenden sind laut dem Zwischenbericht der Meinung, dass ihr Bündnis gut in den kommunalen Strukturen eingebunden ist und die Vernetzung von Akteuren der Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit auf der lokalen Ebene gestärkt wird. Rund ein Viertel der befragten Akteure hatte vor Umsetzung des Projekts noch mit keinem der Bündnispartner zusammengearbeitet. Neben der Verstetigung bestehender Netzwerke entstehen über das Förderprogramm also auch neue Kooperationen.