Netzwerke nutzen – über das Bündnis hinaus

Im „Rap Labor“ in Karlsruhe feilen Nachwuchs-Rapper gemeinsam an ihren Songs. Der Stadtjugendausschuss e. V. und seine Partner bringen die Jugendlichen auch auf die Bühne – möglich wird dies durch das starke lokale Netzwerk.

Jugendlicher rapt auf der Bühne des Musikmobil Soundtrucks.

Musikmobil Soundtruck/Joe Harmon

Im Tonstudio des „Musikmobil Soundtruck“ – einer Einrichtung des Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe (StJA) – wird hart gearbeitet: Mit professioneller Unterstützung feilt eine Gruppe 14- bis 18-Jähriger an eigenen Rap-Songs. Viele von ihnen haben Migrations- oder Fluchthintergrund. Ins „Rap Labor“ bringen sie mit, was sie persönlich beschäftigt: Themen wie Identität, Beziehungen, die eigene Zukunft. Das vom Bundesverband Popularmusik geförderte Projekt gibt den Jugendlichen einen Raum, um sich über ihre Musik auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Und nicht nur das: Da die Bündnispartner gut mit kulturellen und sozialen Einrichtungen in Karlsruhe vernetzt sind, erhalten die Nachwuchs-Rapper auch die Chance, ihre Songs vor Publikum zu präsentieren. 

Möglich wurde so zum Beispiel ein Auftritt der jungen Rapper auf dem Südstadtfestival, das vom Kinder- und Jugendhaus Südstadt mitveranstaltet wird. Die Einrichtung ist ebenfalls unter dem Dach des StJA aktiv. Auch im Rahmen von „Das Fest“, einem der größten Festivals im Südwesten, durften die jungen Rapper auf die Bühne. Ermöglicht wurde auch dies durch die enge Zusammenarbeit des StJA mit dem Veranstalter des Festivals. Vom Karlsruher Netzwerk profitieren die Teilnehmenden des „Rap Labor“ auch über das Projekt hinaus: So ist aus einer Gruppe Ehemaliger eine Band entstanden, die bereits im „Substage“ aufgetreten ist. Der Club ist ebenfalls engagierter Akteur im Netzwerk und neben dem Popbüro Baden-Württemberg Bündnispartner des Projekts. 

Förderer: Bundesverband Popularmusik e. V.