Manege frei für „Kultur macht stark“: Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik e. V. ist neuer Programmpartner

Mit dem Projekt „Zirkus gestaltet Vielfalt“ startet die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Zirkuspädagogik e. V. in die erste Saison bei „Kultur macht stark“. Wir stellen sie als einen von sechs neuen Programmpartnern vor.

Mit dem Projekt „Zirkus gestaltet Vielfalt“ startet die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Zirkuspädagogik e. V. in die erste Saison bei „Kultur macht stark“. Wir stellen sie als einen von sechs neuen Programmpartnern vor.

Kultur macht stark Zirkuspädagogik e.V.

 Moritz Küstner

Von Akrobatik und Jonglage bis zu Theaterelementen, Musik und Tanz: Die Welt des Zirkus fasziniert und begeistert Kinder und Jugendliche gleichermaßen. Die Manege bietet viel Spielraum für eine große Vielfalt von Ausdrucksmöglichkeiten und für Persönlichkeitsentwicklung. Die Bedeutung des Zirkus in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung ist seit den 1980er-Jahren daher ständig gewachsen. Auch bei „Kultur macht stark“ ist der Zirkus ein wichtiger Bestandteil. Mit der BAG Zirkuspädagogik als neuem Programmpartner wird dieser Bereich weiter gestärkt.

Die 2005 gegründete BAG Zirkuspädagogik vertritt die Interessen von 250 Organisationen, Artistinnen und Artisten, Pädagoginnen und Pädagogen. Ihr Anliegen ist es, die zirkuspädagogische Arbeit in Deutschland zu stärken und weiter zu vernetzen. Mit dem neu entwickelten Konzept „Zirkus gestaltet Vielfalt“ wird die BAG 2018 lokale Zirkusprojekte für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützen – gefördert von „Kultur macht stark“. Die BAG ist damit neben „Zirkus macht stark e. V.“ bereits der zweite Programmpartner im Kulturbereich Zirkus.

Im Projektbüro laufen die Fäden zusammen

Anfang Januar ist Sophia-Marie Bömer, Projektleiterin von „Zirkus gestaltet Vielfalt“, mit zwei weiteren Kolleginnen in das neu eingerichtete Projektbüro in Hannover eingezogen. Von hier aus werden sie in den kommenden Wochen Anträge prüfen, Bündnispartner beraten, Informationsveranstaltungen organisieren und eine eigene Website für „Zirkus gestaltet Vielfalt“ auf den Weg bringen. „Wir stehen noch am Anfang und bringen erst mal viel Vorleistung rein, um den Grundstein für unsere Arbeit zu legen“, sagt Sophia-Marie Bömer. Die Aufnahme in ein Bundesförderprogramm sieht sie als Aufwertung der Zirkuspädagogik. Gerade auch für Menschen mit Fluchthintergrund seien Zirkusangebote besonders geeignet: „Die Teilnehmenden können ihre Fähigkeiten herausbilden, ohne reden zu müssen. Das hilft, Sprachbarrieren zu überwinden.“  

Erste Projekte ab Sommer

Für eine Förderung im Rahmen von „Zirkus gestaltet Vielfalt“ können sich interessierte Bündnispartner über die Kumasta-Datenbank bewerben. Die ersten Projekte sollen im Juni 2018 beginnen. Von Schnupperangeboten über Zirkustage oder -kurse bis hin zu Workshops bietet „Zirkus gestaltet Vielfalt“ verschiedene Formate, die an die Schwerpunkte der Bündnispartner angepasst werden können. „Wir verfolgen ein recht offenes Konzept. Wenn ein Bündnispartner bei einer Zirkuswoche auch Elemente aus Theater oder Tanz mit einfließen lassen möchte, gehen wir darauf ein. Zirkus ist als Kunstform offen für neue Ideen und Einflüsse“, erklärt Projektleiterin Bömer.

Besonders wichtig sei dem Verband, die zirkuspädagogische Qualität der Angebote sicherzustellen. Rund 200 durch den Verband zertifizierte Zirkuspädagoginnen und
-pädagogen könnten vermittelt werden. Geplant sei auch, eine Übersichtsliste zu erstellen, aus der hervorgeht, welche Zirkuspädagoginnen und -pädagogen in welchem Bundesland empfohlen werden können.

Kompetenzen der Bündnispartner nutzen

Beim Zusammenschließen von Bündnissen sei es wichtig, die Arbeits- und Zuständigkeitsbereiche gut aufzuteilen und bestehende Ressourcen zu nutzen. „Wenn zum Beispiel eine Pfarrgemeinde einen Bus besitzt, den sie nur am Wochenende braucht, kann sie den unterstützenden Part in einem Bündnis übernehmen und den Bus unter der Woche zur Verfügung stellen“, so Bömer. Denkbar sei ein Bündnis aus einem Zirkus oder einer Organisation, die Zirkusarbeit anbieten möchte, einem Partner aus dem Sozialraum – z. B einem Jugendzentrum, einer Flüchtlingsinitiative oder Organisation der Straßensozialarbeit – und einem unterstützenden Partner wie einer lokalen Zeitung, Bank, Schule, Kita oder Landfrauenvereinigung. Zu den Voraussetzungen und zum Verfahren berät die BAG Zirkuspädagogik interessierte Antragsteller auch im Vorfeld.

Kontakt

BAG Zirkuspädagogik e. V.
Projektbüro „Zirkus gestaltet Vielfalt“
Arnswaldstraße 28
30159 Hannover
Tel.: 0511-26021-551
Mail: info@zirkus-vielfalt.de