Kindern und Jugendlichen Raum für Mitgestaltung geben

Im Leipziger Ferienprojekt „Klangdetektive“ nahmen Kinder und Jugendliche ihren Stadtteil in Sachen Nachhaltigkeit unter die Lupe. Die Teilnehmenden gestalteten das Projekt aktiv mit – von der Idee bis zur abschließenden Projektpräsentation.  

Teilnehmende am Kultur macht stark Ferienprojekt „Klangdetektive“ in Leipzig

klangumfang

Wie wird aus einer leeren Saftpackung ein Portemonnaie? Wozu dient ein „Repair Café“? Und wie klingt eigentlich Müll? Diesen und weiteren Fragen zum Thema Nachhaltigkeit sind Sechs- bis Zwölfjährige im Leipziger Ferienprojekt „Klangdetektive“ auf den Grund gegangen. Das Projekt der Bündnispartner WERK 2 - Kulturfabrik Leipzig, Kinder- und Jugendzentrum Halle 5 und Kindervereinigung Leipzig wurde gemeinsam mit den medienpädagogischen Fachkräften von klangumfang – Büro für Medien und Kultur inhaltlich umgesetzt. Die Teilnehmenden gestalteten das Projekt von der Idee bis zur Präsentation aktiv mit.

Im offenen Jugendtreff von Halle 5 war Plastikmüll seit Längerem ein Thema. Das griff das Bündnis auf: Bei Internetrecherchen und Diskussionsrunden entstanden gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Ideen, wie das Thema Nachhaltigkeit im Ferienprojekt medial umgesetzt werden könnte, etwa mit einer Soundcollage und einem Hörspiel. Die Bündnispartner entwickelten daraus ein Gesamtkonzept mit Exkursionen und kreativen Angeboten. In den Projektwochen wurde der Dialog auf Augenhöhe fortgeführt: In Feedbackrunden und Brainstormings brachten die Teilnehmenden ihre Wünsche und Vorstellungen ein und gestalteten so den Projektverlauf mit. Tag für Tag fanden sie sich zudem in kleinen Teams zusammen und dokumentierten ihre Erlebnisse mit Texten und Fotos auf der Projektwebsite. In diesen Teams moderierten die Teilnehmenden auch die Abschlusspräsentation und stellten Freunden und Familien ihre Ergebnisse vor, wie zum Beispiel den erarbeiteten virtuellen Stadtplan der Nachhaltigkeit und selbstgemachte Upcycling-Produkte. Die Erfahrung, von den anderen Teilnehmenden, aber auch von Betreuungspersonen, Eltern und Akteuren im öffentlichen Raum gehört zu werden, beflügelte die Kreativität der Kinder und Jugendlichen und stärkte ihr Vertrauen darin, eigene Pläne schmieden und umsetzen zu können. 

Förderer: Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile e. V.