„Der persönliche Austausch ist extrem wichtig“

Bei einer ersten Infoveranstaltung im Februar 2019 stellte sich die neu eingerichtete Bremer Servicestelle für „Kultur macht stark“ vor. Wir haben mit der Leiterin Jana Schenk über die Auftaktveranstaltung und ihre Arbeit gesprochen.

Informationsveranstaltung der Servicestelle im Theater Bremen

Informationsveranstaltung der Servicestelle im Theater Bremen

Karin Scharfenort

Frau Schenk, am 5. Februar 2019 fand die erste Infoveranstaltung der im vergangenen Oktober in Bremen eingerichteten Servicestelle statt. Wie haben Sie den Tag erlebt?

Die Veranstaltung im Foyer des Theater Bremens war ein gelungener Auftakt. Die Bremer Staatsrätin für Kultur Carmen Emigholz war vor Ort, um die rund 70 Gäste aus Kultur-, Bildungs- und Jugendeinrichtungen zu begrüßen, die aus Bremen, Bremerhaven und auch aus dem Umland gekommen waren. Sehr gut kam die Einführung der Referentin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Michaela Saehrendt in das Förderprogramm „Kultur macht stark“ an. Und ebenso, dass gleich fünf Programmpartner ihre Angebote vorstellten und für Gespräche zur Verfügung standen. Und zwar waren Referentinnen und Referenten von der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung, der Bundesvereinigung soziokultureller Zentren, der Türkischen Gemeinde in Deutschland, der Stiftung Lesen und von Zirkus macht stark vor Ort. Ich konnte in diesem Rahmen auch bereits Interessierte aus Einrichtungen, die mit Projektideen auf mich zukamen, zusammenbringen. Den persönlichen Austausch, den solche Veranstaltungen ermöglichen, finde ich extrem wichtig.

Wird das Beratungsangebot der Servicestelle bereits gut angenommen?

Ja, die Resonanz ist gut. Ich erhalte viele Anfragen per Telefon oder E-Mail: von allgemeinen Fragen zum Förderprogramm bis hin zu konkreteren Anfragen von Einrichtungen auf der Suche nach passenden Programmpartnern. Auf Wunsch vereinbare ich dann persönliche Beratungstermine in meinem Büro. Auch war ich vor Kurzem auf Einladung der Quartiersmanagerin in einem Bremer Stadtteil, um „Kultur macht stark“ in einer Runde mit lokalen Akteuren vorzustellen. Bei solchen Terminen informiere ich zum Beispiel über die große Bandbreite des Förderprogramms und möchte Einrichtungen auch die Scheu vor einer Antragstellung nehmen.

Die Servicestelle ist bei der Bremer Einrichtung QUARTIER integriert. Wie kam es dazu?

QUARTIER ist ein wichtiger Akteur der kulturellen Bildung in Bremen und hat als Bündnispartner bereits selbst Projekte für „Kultur macht stark“ durchgeführt. Außerdem engagiert sich der Geschäftsführer von QUARTIER in einer Arbeitsgemeinschaft für kulturelle Bildung bei Stadtkultur Bremen, einem Zusammenschluss lokaler Kultureinrichtungen. QUARTIER ist durch seine gute Vernetzung und sein umfassendes Know-how also genau der richtige Ort für eine Servicestelle. Auch ich bin seit drei Jahren aktives Mitglied der AG für kulturelle Bildung bei Stadtkultur Bremen. Und als ich gefragt wurde, ob ich die Leitung der Servicestelle übernehmen möchte, musste ich nicht lange überlegen.  

Welche Erfahrungen aus Ihrer bisherigen Arbeit können Sie in Ihre Tätigkeit für die Servicestelle einbringen?

Seit mehr als zehn Jahren arbeite ich freiberuflich im Kulturbereich als Kuratorin, Kulturvermittlerin und Organisatorin und habe auch mehrfach bei „Kultur macht stark“-Projekten mitgewirkt. Durch diese Arbeit habe ich viele Kontakte in die Kultureinrichtungen vor Ort, auf die ich nun zurückgreifen kann. Aus meinen praktischen Erfahrungen mit „Kultur macht stark“ weiß ich, welchen Herausforderungen man bei der Umsetzung kultureller Bildungsprojekte begegnen kann. In der Beratung helfe ich zum Beispiel bei der Suche nach einem passenden Programmpartner. Es liegt mir einfach, Menschen und Ideen zu vernetzen.

Die erste Infoveranstaltung liegt hinter Ihnen. Was planen Sie noch für dieses Jahr?  

Geplant ist, drei weitere Informations- und Vernetzungsveranstaltungen für jeweils verschiedene Kulturbereiche durchzuführen. Angedacht sind dabei die Bereiche „Text/Bild/Film/Digital“, „Theater/Tanz/Bühne/Zirkus“ sowie „Musik/Bildende Kunst/Museum“. Die Veranstaltungen werden voraussichtlich im Frühsommer und Herbst stattfinden. Außerdem habe ich hier in der Stadt den Vorteil, dass ich Stadtteilgruppen und Einrichtungen schnell persönlich besuchen kann. Das möchte ich gern ausbauen. So sehe ich, wo die Projekte stattfinden, und hoffe, dadurch auch zu erfahren, wie es mit einer Projektidee nach der Beratung weitergegangen ist. 

Kontakt & Info

Jana Schenk
Beratungsstelle „Kultur macht stark“ Bremen
QUARTIER gGmbH
Breitenweg 41 
28195 Bremen

Tel.: 0421 222 36 23
beratungkulturmachtstark@quartier-bremen.de
www.quartier-bremen.de/category/beratungsstelle-kultur-macht-stark