Anja Karliczek im Gespräch mit Akteuren von „Kultur macht stark“

Am 4. November traf sich die Bundesbildungsministerin in einem digitalen Werkstattgespräch mit ganz unterschiedlichen Beteiligten aus dem Programm „Kultur macht stark“ und diskutierte mit ihnen über Kreativität und digitale Chancen. 

2019 besuchte die Ministerin vor Ort das „Künste öffnen Welten“-Projekt „Tell your story“.

2019 besuchte die Ministerin vor Ort das „Künste öffnen Welten“-Projekt „Tell your story“. Jetzt informierte sie sich über die aktuelle Entwicklung bei „Kultur macht stark“ im „Werkstattgespräch“.

Bildkraftwerk / Angela von Brill

Akteure aus dem Programm „Kultur macht stark“ und Wissenschaftler aus der kulturellen Bildung erörterten gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, wie die außerschulische kulturelle Bildung einen Raum schaffen kann, in dem Kinder und Jugendliche auf besondere Weise Kreativität ausleben können – auch im Hinblick auf den Umgang mit digitalen Medien. Kreativität ist eine wichtige Voraussetzung, um mit veränderten Rahmenbedingungen, neuen Problemlagen und sich ändernden Anforderungen umgehen zu können – sei es in Ausbildung und Beruf oder im Alltagsleben. „Kultur macht stark“ fördert diese Fähigkeiten, die gerade in einer Welt vonnöten sind, die durch den Fortschritt der digitalen Technologien und gesellschaftliche Veränderungen eine höhere Taktzahl vorgibt.

Als Gäste waren geladen: Prof. Dr. Roland Stein, Lehrstuhl für Sonderpädagogik/Pädagogik bei Verhaltensstörungen Universität Würzburg, Dr. Guido Bröckling, Projektleiter des Büro Berlin des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, Nils Boehnke, Projektleiter beim Programmpartner Stiftung Digitale Spielekultur, Martina Kessel, Projektleiterin beim „Kultur macht stark“-Programmpartner Aktion Tanz, Björn Lengwenus, Schulleiter der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg in Hamburg sowie Aliya Al-Anane, eine Teilnehmerin an „Stärker mit Games“-Projekten aus Berlin Neukölln. Fragen, die im gemeinsamen Gespräch erörtert wurden, waren unter anderem: Was müssen wir Kindern und Jugendlichen mitgeben, wenn sie in dieser Welt aufwachsen, und was gerade denen, die von zu Hause aus nicht die beste Unterstützung erhalten? Was kann die kulturelle Bildung hierzu beitragen? Unter welchen Voraussetzungen sind digitale und analoge Angebote die richtige Wahl? Welche Rolle kann „Kultur macht stark“ in diesem Zusammenhang spielen?

Politik, Praxis und Wissenschaft sollen sich im Format der „Werkstattgespräche“ gegenseitig befruchten und Themen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten können. So erläuterte Schulleiter Björn Lengwenus wie Kinder und Jugendliche durch Angebote der kulturellen Bildung wichtige Schlüsselkompetenzen für erfolgreiches Lernen erhalten. Prof. Dr. Roland Stein stellte seine Forschungsarbeit vor, in der er untersuchte, wie gerade benachteiligte Kinder und Jugendliche von kulturellen Bildungsangeboten profitieren können und worin die besonderen Herausforderungen bei der Gestaltung wirkungsvoller Angebote liegen. Die zwei Projektleitungen von „Kultur-macht-stark“-Programmpartnern gaben Einblicke in ihre Arbeit, ebenso wie Dr. Guido Bröckling, der die Zugänge zu und Wirksamkeit von Angeboten der Medienbildung reflektierte.  Die Teilnehmerin Aliya Al-Anane, beschrieb, wie sie aufgrund ihrer Teilnahme an Angeboten der Stiftung Digitale Spielekultur neue Fähigkeiten bei sich entdeckte und sich auch beruflich neue Perspektiven zuzutrauen lernte.  Bundesministerin Anja Karliczek zeigte sich beeindruckt von dem hohen Engagement der vielen aktiven Menschen im Programm „Kultur macht stark“.