Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen – Kultur macht stark 2/2026 Datum: Newsletter Juli 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
kulturelle Bildung in ländlichen Räumen beginnt oft mit ganz praktischen Fragen: Wie entstehen gute Angebote, wenn die Wege zwischen Bündnispartnern weit sind und Kooperationen nicht von selbst wachsen? Unsere aktuellen Beiträge erzählen von Menschen, die darauf Antworten fanden.
Professor Thade Buchborn von der Hochschule für Musik Freiburg betont, wie sehr musikalische Kooperationen das kulturelle Leben im ländlichen Raum bereits prägen. Gerade weil institutionelle Strukturen hier oft fehlen, bewirken eingespielte Netzwerke, gemeinsame Verantwortung und klar abgestimmte Ziele besonders viel.
Wie Kooperationen langfristig bestehen bleiben, fragten wir auch Tabea Herrmann, Leiterin der Beratungsstelle „Kultur macht stark“ Brandenburg, und Mario Zetzsche, Amtsleiter für Kultur und Tourismus in Neuruppin. Ihr Hinweis: Der erste Kontakt zwischen Bündnispartnern entsteht zwar oft über die „richtige“ Person, insgesamt hilft es aber, wenn Bündnisse sich breiter aufstellen und ihre Arbeit möglichst auf mehrere Schultern verteilen. Gerade in Flächenlandkreisen ist zudem die Kommune wichtig, weil sie Bedarfe erkennt, einander unbekannte Akteure zusammenführen und so Netzwerke stärken kann.
Wie ein starkes Miteinander Projekte lebendig werden lässt, veranschaulicht die Reportage über „Wurzeln wurzeln – Die Radio Musical Show“. Ein lokales Bündnis bringt dabei Kinder aus dem mecklenburgischen Dorf Lehsten und der Stadt Neubrandenburg zusammen. Sie schreiben Texte, entwickeln Szenen, teilen Lieder und Geschichten miteinander und entdecken, was sie trotz aller Unterschiede verbindet.
All diese Beispiele zeichnen ein Bild davon, wie Bündnisse in ländlichen Räumen wachsen: durch Vertrauen, persönliche Ansprache und Partner, die ein gemeinsames Thema tragen.
Freuen Sie sich im folgenden Quartal auf weitere spannende Einblicke in „Kultur macht stark“, unter anderem in das Projekt „CYRKunft für alle“ in Görlitz, wo Jugendliche Zirkuskunst erlernen, Selbstwirksamkeit erfahren und zu Mentorinnen und Mentoren für jüngere Teilnehmende werden.
Ihr Redaktionsbüro „Kultur macht stark“
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Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ trägt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zu mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland bei. Bereits seit 2013 fördert das Programm außerschulische Projekte der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche mit erschwertem Bildungszugang. Lokale Bündnisse für Bildung führen die Projekte durch, unterstützt werden sie dabei von 27 bundesweit tätigen Programmpartnern aus den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales. Bis 2027 stellt das BMBFSFJ dafür jährlich bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ist damit das größte Programm für kulturelle Bildung in Deutschland.
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