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Kulturelle Bildung im Ganztag: Bühne frei für neue Lernwelten

Wie entstehen durch „Kultur macht stark“ im schulischen Ganztag neue Wissensräume? Und wie werden so Kreativität und das Entwickeln der Persönlichkeit gefördert? Drei Projektleiterinnen berichten.

„jung engagiert phantasiebegabt (JEP)”   

Projektleiterin Kathrin Ziemann stellt das Programm des Bundesverbands des Paritätischen Bildungswerks vor.

Darum geht‘s:  

„Bei JEP, wie insgesamt in „Kultur macht stark“, findet kulturelle Bildung – auch im Ganztag – in einer klaren Abgrenzung zum Schulunterricht statt. Dies gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich in neuen Entwicklungsräumen im Rahmen von Projektwochen oder Nachmittagskursen frei von Noten und Bewertung auszuprobieren. Der Zugang durch den Bündnispartner Schule ist gleichzeitig eine große Chance, um die Kinder und Jugendlichen zu erreichen. 
Wie solche Entwicklungsräume aussehen können, zeigen Projekte wie ‚Nachhaltige Lernräume entdecken‘ des Vereins Raumfragen in München, in dem Schülerinnen und Schüler zum Beispiel einen eigenen Lernraum aus recycelten Materialien erarbeiten. 
Auch das Projekt ‚Urformen der Kunst – bewundert, nachgeahmt und neu erschaffen‘ vom Soziokulturellen Zentrum ATHINA im ländlichen Harzgerode eröffnet Jugendlichen neue ästhetische Zugänge – etwa durch die Auseinandersetzung mit dem lokalen Künstler Karl Blossfeldt.“

So bereichern die Projekte den Ganztag: 

„In informellen Lernprozessen können die Teilnehmenden mit künstlerischen Materialien experimentieren und sich zum Beispiel den Fragen der eigenen Identität widmen. Vor allem aber lernen Schülerinnen und Schüler in ästhetischen Gestaltungsprozessen auch neue Bezugspersonen mit anderen Perspektiven kennen.“

„Zirkus macht stark“

Projektleiterin Yasmin Vardić stellt das Programm des Zirkus macht stark – Zirkus für alle e. V. vor.

Porträt Yasmin Vardić
Yasmin Vardić, Projektleiterin beim Zirkus macht stark – Zirkus für alle e. V. © Tina Peißker

Darum geht‘s:  

„Mit dem Programm ‚Zirkus macht stark‘ können im schulischen Ganztag zirkuspädagogische Angebote in Form von Zirkusworkshops, Zirkuswochen sowie -kursen stattfinden. So werden zum Beispiel an der Grundschule 2 Stadtallendorf regelmäßige Zirkuskurse im schulischen Ganztag umgesetzt. Die hohe Nachfrage zeigt die Attraktivität zirkuspädagogischer Angebote – sie ermöglichen es Kindern, ihre Fähigkeiten zu entdecken und darin Bestätigung zu erfahren.“

So bereichern die Projekte den Ganztag:

„Die Kurse bereichern die Ganztagsbetreuung durch Förderung von Kreativität sowie emotionalen und sozialen Kompetenzen. Kulturelle Bildung bietet Raum, Interessen und eigene Fähigkeiten zu entdecken – und schafft Perspektiven über die Schule hinaus. Gerade vor dem Hintergrund bestehender Herausforderungen an Schulen – wie geringe personelle und finanzielle Ressourcen – stärken die Vernetzungen mit außerschulischen Institutionen den Sozialraum langfristig und erleichtern den Zugang zu zirkuspädagogischen Angeboten.“

„Ich bin HIER! Herkunft – Identität – Entwicklung – Respekt“

Projektleiterin Anita Havemann stellt das Programm des Paritätischen Gesamtverbands vor.

Darum geht‘s:  

„Schulen können alle von uns geförderten Kursformate in den Ganztag einbinden, zum Beispiel als Projekttag, -woche oder längerfristiges Angebot. So setzen sich etwa die Teilnehmenden des Projektes ‚Alte Tänze – Der Balkan‘ – das der Verein Arbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Bottrop konzipiert und umsetzt – mit verschiedenen Tänzen aus dem osteuropäischen sowie osmanischen Raum auseinander und tauchen in die kulturelle Welt derselbigen ein.“

So bereichern die Projekte den Ganztag:

„Ein ‚Kultur macht stark‘-Projekt muss ein zusätzliches und freiwilliges Angebot für die Schülerinnen und Schüler sein und sich auch inhaltlich von curricularen Vorgaben abgrenzen. Genau darin liegt sein Potenzial: Durch die Einbindung lokaler zivilgesellschaftlicher Akteure bereichert es den schulischen Ganztag mit neuen Themen und Methoden und ermöglicht es den Teilnehmenden, ihr Bildungsverständnis zu erweitern und neue Lebenswelten zu erfahren. Von uns geförderte Projekte haben zudem den Vorteil, dass sie über Kultursparten hinaus arbeiten. Damit können sich die Teilnehmenden einem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln nähern – etwa, indem sie ihre durch Sandmalerei bildlich dargestellte Lebensgeschichte zugleich musikalisch mit eigenen Kompositionen untermalen.“

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Über die folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den vorgestellten Projekten und Programmen der „Kultur macht stark“-Programmpartner Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e. V., Zirkus macht stark – Zirkus für alle e. V. und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.