Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Bündnis für Bildung?

Ein Bündnis für Bildung ist eine lokale Kooperation von wenigstens drei Partnern, die außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren durchführen.

Wer kann Bündnispartner werden?

Bündnispartner sind zivilgesellschaftliche Gruppierungen oder Einrichtungen, die lokal verankert sind und die sich für Kinder und Jugendliche oder im Bereich der kulturellen Bildung engagieren. Die Partner in einem Bündnis sollten über unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven verfügen. Beispielsweise bringen sie den Zugang zur Zielgruppe mit ein, Expertise in den unterschiedlichen Bereichen der kulturellen Bildung bzw. der künstlerischen Arbeit oder in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Was ist Aufgabe der Bündnispartner?

Partner in einem Bündnis für Bildung führen gemeinsam Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche durch. Die Bündnispartner sollen langfristig miteinander zusammenarbeiten und auch Kooperationen mit anderen Bündnissen für Bildung eingehen. Ziel ist es, dauerhafte Netzwerke zur Unterstützung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher zu bilden.

Wie und wo können Fördermittel beantragt werden?

Ein Bündnis für Bildung kann für die Durchführung von außerschulischen Maßnahmen bei einem der 23 Verbände, die Fördermittel an lokale Einrichtungen weiterleiten, einen Förderantrag stellen. Dazu wählen die Bündnispartner einen Verband aus, dessen Konzept gut zu den eigenen Ideen passt, und benennen einen federführenden Partner, der den Antrag über das Antragssystem von „Kultur macht stark“ stellt. Bündnisse für Bildung können auch Anträge bei verschiedenen Verbänden stellen. Einen Überblick über die Verbände sowie weitere Hinweise zur Antragstellung finden Sie hier.

Neben den Verbänden nehmen auch länderübergreifende Initiativen am Programm teil. Sie leiten allerdings keine Mittel weiter, sondern bilden selbst lokale Bündnisse für Bildung. Eine Bewerbung um Fördermittel ist daher bei Initiativen nicht möglich, wohl aber eine Kooperation mit ihnen als Bündnispartner. Informationen zu den Initiativen finden Sie hier.

Wofür können die Fördermittel eingesetzt werden?

Grundsätzlich gilt: Die für die Durchführung von Maßnahmen erforderlichen Ausgaben können gefördert werden. Im Einzelnen haben die 23 Verbände, die Fördermittel weiterleiten, eigene Bestimmungen; diese sind im Antragssystem zu finden. Gefördert werden können u. a. Sachausgaben, die bei der Durchführung der Bildungsangebote entstehen, außerdem Honorare, etwa für die künstlerische oder pädagogische Begleitung der Angebote und Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Kräfte sowie Qualifikationsmaßnahmen für Ehrenamtliche. Personalausgaben für fest angestelltes Personal der Bündnispartner werden nicht gefördert.

Welche Bildungsangebote können gefördert werden?

Gefördert werden außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. Hierzu gehören alle künstlerischen Sparten, Themen der Alltagskultur, Medienbildung und Leseförderung ebenso wie interkulturelle Maßnahmen. Die Angebote können als einmalig oder regelmäßig stattfindende Veranstaltungen durchgeführt werden, ebenso als Ferienfreizeiten oder Patenschafts- und Mentorenprogramme. Von der Förderung ausgeschlossen sind bereits bestehende Bildungsangebote sowie Angebote, die anderweitig aus öffentlichen Mitteln gefördert werden.

Was ist unter „außerschulischen“ Angeboten zu verstehen?

Dies bedeutet, dass die Angebote außerhalb der Unterrichtszeiten stattfinden und die Teilnahme für die Schülerinnen und Schüler freiwillig ist. Schulen können zwar in einem Bündnis für Bildung mitwirken, sie können aber nicht antragstellender und damit federführender Bündnispartner sein.

Wer kann an den Bildungsangeboten teilnehmen?

Die Angebote sollen insbesondere bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren zugute kommen. Als bildungsbenachteiligt gelten die Kinder und Jugendlichen, auf die mindestens eine der im nationalen Bildungsbericht 2010 beschriebenen Risikolagen zutrifft: Arbeitslosigkeit eines oder beider Elternteile, geringes Familieneinkommen, bildungsfernes Elternhaus. Grundsätzlich ist auch die Teilnahme anderer Kinder und Jugendlicher zulässig, sofern dies zur Förderung der primären Zielgruppe beiträgt.

Wird die Kooperation der Bündnispartner vertraglich festgelegt?

Ja. Die Partner, die sich zu einem Bündnis zusammenschließen wollen, sollten sich zum Zeitpunkt der Antragstellung über die Zusammenarbeit einig sein. Wird das Bündnis zur Förderung ausgewählt, schließen die Bündnispartner eine Kooperationsvereinbarung, in der die Aufgaben sowie die Rechte und Pflichten der Kooperationspartner festgelegt werden.

Können Maßnahmen über 2017 hinaus gefördert werden?

Über 2017 können derzeit keine lokalen Maßnahmen gefördert werden. Im Vorfeld der zweiten Programmphase wird es 2017 eine neue Auswahl von Programmpartnern bzw. Konzepten geben. An dieser Stelle erhalten Sie ab Herbst 2017 Informationen zu Födermöglichkeiten ab 2018.