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„Kultur macht stark“ auf einer internationalen Bühne

„Theater für alle“ – Bund Deutscher Amateurtheater e. V.

Der Bund Deutscher Amateurtheater e. V. (BDAT) ist einer der größten Interessenverbände für die Darstellenden Künste in Europa. Als Programmpartner in „Kultur macht stark“ fördert er bundesweit mit seinem Projekt „Theater für alle“ unter anderem Theaterbesuche, Workshops mit eigener Aufführung oder Theaterfreizeiten, an denen Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 teilnehmen.

Auf dem „14th World Festival of Children`s Theatre” in Kanada am 10. Juni 2016 präsentierte sich der BDAT einem internationalen Publikum. Neben seinen Erfahrungen aus über 100 bisher realisierten Projekten stellte er in einem interaktiven Vortrag auch „Theater für alle“ vor. Schauplatz des Vortrags war das Festival-Symposium „PLAY!“ – hier hatten die mehr als 80 Gruppen von Kinder-Theaterschaffenden die Möglichkeit zur Präsentation ihrer Arbeit, zum Austausch und zur Diskussion.

„Wir werden selbstverständlich das Programm „Kultur macht stark“ vorstellen“, erklärte Stephan Schnell im Vorfeld, Bildungsreferent des BDAT, der mit seinem Kollegen Simon Isser den Vortrag hielt. „Es ist ein internationales Publikum, das aus der Praxis des Theaters für Kinder und Jugendliche kommt, aber das Programm und das Setting innerhalb Deutschlands überhaupt nicht kennt“: Wir fangen grundlegend mit der gesellschaftlichen Situation für Kinder in Deutschland an und gehen der Frage nach, was kulturelle Bildung heißt“, fügte er hinzu. „Ein erschwerter Zugang zu Bildung habe in anderen Ländern eine ganz andere soziale Dimension.“

Ihr Vortrag „Who decides art? Theatre for all“ beschäftigt sich weniger mit trockenen Zahlen und Statistiken, sondern vor allem mit Interaktion: „Wir möchten den Vortrag plastisch gestalten. Daher sollen die Methoden des Programmes mit pädagogischen Übungen und Mitmach-Spielen zum Tragen kommen – außerdem werden wir zwei- bis dreiminütige Trailer aus unseren Projekten zeigen. Darüber hinaus möchten wir gern mit den Leuten ins Gespräch kommen; sie fragen, wie sie die Bildung im eigenen Land einschätzen oder die große Kernfrage diskutieren, ob es um den theaterpädagogischen Prozess oder um das Ergebnis, also die Aufführung, geht. Wir haben ja beides in „Theater für alle“ und freuen uns auf eine angeregte Diskussion.“


Termin: 10.Juni 2016, 9.30 – 11.00 Uhr „Who decides art? Theatre for all“, ein interaktiver Vortrag und Vorstellung des „Kultur macht stark“-Programms „Theater für alle“ mit Stephan Schnell und Simon Isser vom Bund Deutscher Amateurtheater e. V.

Ort: Stratford, Ontario, Kanada im Rahmen des Symposiums „PLAY!“ beim „14th World Festival of Children`s Theatre” (5. – 14. Juni 2016)